Toyboys – etwas für emanzipierte Frauen?

Sextourismus ist eigentlich eine rein männliche Domäne, denn schließlich sind es in der Hauptsache Männer, die im Urlaub gezielt nach einem sexuellen Abenteuer suchen. Wenn man den Reiseveranstaltern glauben darf, dann sind es jetzt aber auch vermehrt Frauen, die kein Geheimnis daraus machen, dass sie in den Ferien nach einem jüngeren Mann Ausschau halten. Thailand und die Philippinen – das sind die klassischen Ziele die Männer anfliegen, wenn es um Sextourismus geht. Frauen dagegen setzten auf Ziele wie Kenia, die Malediven oder die Seychellen, wenn sie sich im Urlaub amüsieren wollen. Aber auch an den Stränden von Kapstadt oder Rio de Janeiro gibt es junge Männer, die es sich zu Aufgabe gemacht haben, ältere und wohlhabende Frauen aus Westeuropa oder den USA kennenzulernen. Suchten Frauen zwischen 40 und 50 Jahren früher noch etwas fürs Herz, so denken sie heute wie Männer und verlieben sich nicht mehr in ihre jüngeren Partner, sondern nutzen lediglich die Zeit in den Ferien, um Spaß zu haben. Sie sind sich sehr wohl darüber im Klaren, dass bei den Toyboys am Strand von Mombasa oder Kingston die finanziellen Aspekte im Vordergrund stehen und nicht etwa eine romantische Beziehung. Meist entsteht bei diesen Partnerschaften auf Zeit ein stilles Übereinkommen, nach dem sie die Rechnungen bezahlt oder den Toyboy neu einkleidet, was er wiederum mit Sex „bezahlt“. Ist der Urlaub zu Ende, dann gibt es eine Trennung ohne Tränen. Es ist auch ein Zeichen der Emanzipation, wenn Frauen sich das gleiche Recht wie Männer nehmen und die Moral für eine Woche vergessen.

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